Wechselausstellungen
Waldbuckelwelten
Fotografien von Günther Moser

26. Juli - 15. Oktober 2017
Eröffnung am 26. Juli 2017 um 19.00 Uhr
durch den Künstler selbst

Die Umweltstation GEO-Zentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung KTB, Windischeschenbach, zeigt vom 26.07. bis zum 15.10.2017 die Ausstellung "Waldbuckelwelten" mit ganz besonderen Ansichten der Ostbayerischen Waldlandschaft fotographiert von Günter Moser.

Der frühere Verlagsleiter des Buch & Kunstverlags Oberpfalz Günter Moser zeigt eine Auswahl, sozusagen die "best of", seines langjährigen Schaffens als Fotograf und Büchermacher im Ausstellungsraum des GEO-Zentrum an der KTB nahe Windischeschenbach. Zur Eröffnung am 26. Juli um 19 Uhr ergeht dazu herzliche Einladung.

An drei Bildbänden über den Bayerischen Wald hat der Fotograf mitgewirkt. Dabei hat er mit Harald Grill, Bernhard Setzwein und dem ehemaligen Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald Karl Friedrich Sinner zusammengearbeitet. Entstanden sind dabei Werke, die höchstes Lob von Buchhändlern und Journalisten erhalten haben und zum Teil mehrere Auflagen erreichen konnten.

Zu entdecken sind Winterbilder vom Zwercheck, denen man die Kälte förmlich ansieht, Hochmoore und eiszeitliche Karseen, Steinmeere und Steinpilze mit Mooskappen, weite Blicke von hohen Gipfeln, magisch leuchtende Baumschwämme und im Raureif glitzernde Rauschbeeren im Zwieselter Filz, ehrwürdige Baumgestalten auf den Schachten, Eiskaskaden in der Arberseewand und am Rißbach, stürzende Wasser am Steinbach unterm Falkenstein, wo ein letzter Sonnenstrahl den Schleier über den Felsen aufleuchten lässt. Deutlich wird aber auch, wie sich der Wald verändert, kraftvoll und vital wächst. Noch vor wenigen Jahren bestimmten silbergraue, vom Borkenkäfer kahl gefressene Baumskelette die Landschaft um Lusen und Rachel. Viele Einheimische waren voller Zorn und Unverständnis für die Idee des Nationalparks "Natur Natur sein lassen". Doch jetzt wird und wurde deutlich, dass sich der junge Wald prächtig entwickelt. Prozesse des Vergehens und Werdens im Wald können in all ihrer Vielfalt erlebt werden.

Bei der Ausstellungseröffnung wird der Fotograf über seine Wanderungen und Exkursionen vom Kaitersberg bis zum Dreisessel erzählen. Viele der Fotos sind mit besonderen Erinnerungen verbunden, wie jener Sternendreher über der Reschbachklause, wo nach drei Stunden Belichtungszeit Kamera und Objektiv mit Raureif überzogen waren.

Die Ausstellung mit über 40 Bildern, zum Teil großformatig 140 mal 90 Zentimeter, ist ein Seherlebnis und macht Lust auf eigene Wanderungen und Entdeckungen im Grenzgebirge zu Böhmen.

Die Ausstellung kann vom 26.07. bis 15.10.2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des GEO-Zentrum an der KTB von Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.


Steine
Gemälde von Ulrich Sigmund

26. September - 21. November 2016
Eröffnung am 26. September 2016
durch den Künstler selbst

Die Ausstellung ist vom 26.09. bis 21.11.2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des GEO-Zentrum an der KTB zu sehen..


Ein Ausschnitt aus der Ewigkeit
Gemälde von Ernst Umann

16. Juni - 31. Juli 2016
Eröffnung am 16. Juli 2016
durch den Künstler selbst

Die Ausstellung kann vom 16.06. bis 31.07.2016 zu den üblichen Öffnungszeiten des GEO-Zentrum an der KTB von Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.


Kunstwettbewerb
Farben und Formen der Erde
für Schülerinnen und Schüler

15. Januar - 26. Februar 2016
Eröffnung und Preisverleihung
am 15. Januar 2016 um 15.00 Uhr

 

Das Internationale Jahr der Böden 2015 war für das GEO-Zentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung KTB und seine Partner der Anlass einen Kunstwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe der Schulen in unserer Region auszuloben. Daran schloss sich außer Konkurrenz auch der Obst- und Gartenbauverband im Landkreis Tirschenreuth an. Beginnend mit einem Einführungsworkshop für interessierte Lehrkräfte im März 2015 starteten die teilnehmenden Klassen mit ihrer Arbeit. Sie beschäftigten sich mit der Farb- und Formgebung des Bodens in unterschiedlicher Weise. Es entstanden Collagen, plastische Objekte, Aquarelle, abstrakte und mehr gegenständliche Werke, zum Teil auch mit Beigabe von Naturmaterialien, die auf der Erde zu finden sind.

Bis Ende November waren die Werke von acht Gruppen zum Wettbewerb angemeldet worden. Unsere Jury, die sich aus dem Künstler Axel T. Schmidt aus Pirk, der Organisatorin der Hobbykünstlermärkte in Windischeschenbach Rosi Sammet und der Umweltpädagogin des GEO-Zentrum an der KTB Dipl.-Biol. Andrea Mack, zusammensetzt, hatte die schwierige Aufgabe aus der Vielfalt der Arbeiten, die Preisträger auszuwählen. Gründe für die Auszeichnung waren unter anderem die künstlerische Umsetzung des Themas, die Erzielung von Tiefenwirkungen im Bild, die Bildaufteilung oder die Lust am Materialeinsatz. Die Jury vergab in den Kategorien Mittelschule, Realschule, Gymnasium und (außer Konkurrenz) Obst- und Gartenbauverband jeweils Preise in Höhe von 200 Euro für die Klassenkasse der Preisträger.

Die mit einem 1. Platz ausgezeichneten Werke stammen von Moritz Ernsberger, Mittelschule Windischeschenbach, Felix Walberer, Realschule Kemnath, der Gruppe Julia Kick, Sophia Hutzler, Sabrina Meierl, Sina Neumüller, Paula Bächer und Lauren Grabis, Stiftland Gymnasium Tirschenreuth sowie Lisa Ernstberger, Jugendgruppe des OGV Mitterteich.

Die hervorragenden und vielfältigen künstlerischen Ergebnisse präsentieren wir vom 15.01. bis zum 26.02.2016 in einer Sonderausstellung in der Umweltstation GEO-Zentrum an der KTB. Dafür übernahm das P-Seminar Kunst des Kepler-Gymnasiums Weiden unter der Leitung von Axel T. Schmidt im Rahmen des Unterrichts die Konzeption und Hängung der Ausstellungsstücke.

Wir danken unseren Unterstützern:
und
Staatliche Schulämter im Landkreis Neustadt an der Waldnaab und der Stadt Weiden
Staatliches Schulamt Tirschenreuth

KlimaFaktorMensch

18. September - 26. Oktober 2015
Eröffnung am 18. September 2015 um 15.00 Uhr
durch Dr. Richard Fackler, Vizepräsident des
Bayerischen Landesamts für Umwelt

 

Hat der Klimawandel unsere Heimat schon verändert? Was erwartet uns in Zukunft? Was hat meine Weißwurst mit dem Klimawandel zu tun? Können wir den CO2-Ausstoß bremsen?

Diese und viele andere Fragen stellt die Wanderausstellung KLIMA FAKTOR MENSCH des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Sie gibt Antworten, regt aber auch zu Diskussionen an.

Der Klimawandel und seine Folgen
Wirbelstürme, Hitzerekorde im Sommer, verheerende Fluten - weltweit ändert sich das Klima dramatisch. Welche Folgen jetzt schon in Bayern spürbar sind und wie die nahe Zukunft unserer Heimat aussehen könnte, erfährt der Besucher an vielen interaktiven Stationen.

Klimafreundlich im Alltag
Ernährung, Konsum, Energie und Mobilität - was haben diese Themen mit dem Klima zu tun? Im Alltag gibt es viele Möglichkeiten klimafreundlich zu sein. Man kann mit Hilfe eines CO2 -Rechners ein klimaschonendes Frühstück zusammenstellen, sich Tipps zum bewussten Einkaufen holen oder einen Blick in ein Miniatur-Klimadorf der Zukunft werfen.

Bildung für das Klima
Als Mitglied im Netzwerk Umweltbildung.Bayern laden wir Sie ein, den Menschen als Klimafaktor zu ergründen. Lassen Sie die spannende Ausstellung auf sich wirken.


Hans-Günther
Pietschmann

12. Juni - 13. August 2015
Eröffnung am 12. Juni 2015 um 19.00 Uhr
durch den Künstler selbst

Schlicht "Hans-Günther Pietschmann" lautet der Titel der Gemäldeausstellung, die das GEO-Zentrum an der KTB in Windischeschenbach vom 12.06. bis zum 31.08.2015 zeigt. In langjähriger Schaffenszeit ist dem Wiesauer Künstler ein umfangreiches Werk gelungen, das nun in seiner Oberpfälzer Heimat zu sehen ist.

"Ich möchte den Betrachter meiner Bilder einladen, sich selbst einzubringen" ist das Anliegen des Künstlers Hans-Günther Pietschmann. Er zielt damit auf einen philosophischen Ansatz. Er geht davon aus, dass jedes Bild ein Eigenleben im Auge des Betrachters führt. Wenn wir Bilder anschauen, betrachten wir auch uns selbst, da wir ganz unbewusst unsere eigenen Erlebnisse, unserer Erwartungen und auch unsere Vorstellungen einbringen. Die Bildgestaltung des Künstlers wird bestenfalls zu einer Ressource unserer Kraft.

In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland hat Hans-Günther Pietschmann sein künstlerisches Leitmotiv einbringen können. Die erste wichtige Auszeichnung wurde für ihn 1987 der Förderpreis des Medienhauses Der neue Tag. Seine inzwischen erlangte Bedeutung für die Kunst in der Oberpfalz manifestierte sich 2010 in der Auszeichnung für Verdienste um Kunst und Kultur durch den Oberpfälzer Kunstverein. Die Liebe zur Malerei, die Pietschmann seit seiner frühesten Kindheit lebt, ist in öffentlicher Anerkennung sichtbar geworden.
Begonnen hat alles im Nachkriegsjahr 1947, als Hans-Günther Pietschmann in Wiesau geboren wurde. In den ersten Jahren zeigte sich bereits das Talent, allein der Mut zu

einem reinen Künstlerleben fehlte. Deshalb studierte er nach seiner Lehre zwar Freies Zeichnen und Malerei, widmete sich der Malerei zunächst jedoch lediglich im Nebenberuf. Auszeichnungen, öffentliche Ausstellungen und auch der Ankauf seiner Arbeiten durch die öffentliche Hand und Privatleute bestätigten den bescheidenen Maler, der letztlich 2007 seine eigene Galerie mit Atelier in Wiesau eröffnete.

Die Werke von Hans-Günther Pietschmann haben sich im Laufe seines Schaffens selbstverständlich gewandelt, entwickelt. So wie sich auch der Künstler entwickelt hat. Er probierte aus: Zeichnungen, Arbeiten in Aquarell, Acryl, Öl. Er schuf detailgetreue gegenständliche Abbildungen von Landschaften und Szenen, die seinem Künstlerblick auffielen. Er entwickelte nahezu fotorealistische Porträts, die vom Spiel mit Licht und Schatten geradezu lebendig wirken. Neben dem reinen Sehen erlaubte er auch eine Dimension des Fühlens in seinen Werken. Dies wird deutlich in einer stärker werdenden Abstraktion der Malerei, wo kräftige Farben in großzügigeren Flächen einen größeren Interpretationsspielraum eröffnen. Sonnengelbe, mit verwaschener Grenze in rote und orange Farbräume übergehende, dramatisch wirkende Striche fordern den Betrachter, sich einzubringen: Wollen wir hier im Winde wogende Getreide- und Mohnfelder sehen, oder doch eher die katastrophale Feuersbrunst, oder gar die vulkanische Urmacht unseres Planeten? Pietschmann beantwortet solche Fragen nicht. Er verweist auf sein Leitmotiv und macht den Betrachter dadurch zu einem Teil seiner Malerei.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das Schaffen Hans-Günther Pietschmanns und lädt den Betrachter dazu ein, sich "selbst ein Bild zu machen". Sie ist vom 12.06. bis 31.08.2015 im GEO-Zentrum an der KTB zu sehen.


Abenteuer Bohrinsel - 100 Jahre Offshore

10. Juni - 06. November 2011
Eröffnung am 10. Juni 2011 um 15.00 Uhr

durch Herrn Landrat Simon Wittmann

 
"Abenteuer Bohrinsel - 100 Jahre Offshore", so lautet der Titel der diesjährigen Sonderausstellung im GEO-Zentrum an der KTB. Erstmals in Bayern macht eine Ausstellung erlebbar, wie abenteuerlich die Gewinnung der bis heute wichtigsten Energierohstoffe war und noch immer ist. Die Suche nach Öl und Gas wurde schon vor 100 Jahren vom Festland nach "Offshore", in die Zone vor der Küste, ausgedehnt. Von der Stadt Baku am Kaspischen Meer aus entwickelte sich eine ganz neue und hochspannende Technologie.

Von dem gewaltigen technischen und wissenschaftlichen Aufwand der Offshore-Bohrungen bekommt unsere Gesellschaft kaum etwas mit. Lediglich wenn ein Unfall mit katastrophalen Auswirkungen auf die Ökosysteme geschieht, wird die breite Öffentlichkeit aufmerksam auf die Gewinnung ihrer Energierohstoffe. Mit der Sonderausstellung "Abenteuer Bohrinsel - 100 Jahre Offshore" besteht ein Angebot, sich mit der Technik der Bohranlagen und dem Leben der Crew auf den Giganten der Meere auseinander zu setzen. Deutsche Ingenieure und deutsche Unternehmen sind seit Anbeginn intensiv an Offshore-Bohrungen weltweit beteiligt und auch Deutschland fördert Kohlenwasserstoffe aus seinen Hoheitsgebieten in der Nord- und Ostsee. Das KTB-Projekt in Windischeschenbach hat dabei zur modernen Offshore-Bohrtechnik einen erheblichen technologischen Beitrag geleistet. Die für KTB entwickelte Mechanisierung der Bohranlage wurde weitgehend auf moderne Offshore-Bohranlagen übertragen und die zur Richtbohrtechnik abgewandelte Vertikalbohrtechnik der Tiefbohrung in Windischeschenbach ermöglichte zum Beispiel den Verschluss des im vergangenen Jahr havarierten Macondo-Bohrlochs im Golf von Mexiko.

Die Ausstellung gibt einen historischen Abriss der Offshore-Bohrungen und verdeutlicht am Beispiel von Europas Eldorado, der Nordsee, die Entwicklung von Erdöl- und Erdgasfeldern weltweit mit deutscher Beteiligung, so im Persischen Golf, im Golf von Oman, in der Tasman See vor Neuseeland, in der Karibik und im Südatlantik. Der technische Aufbau einer Offshore-Bohranlage wird durch ein maßstabsgerechtes Modell der Bohrplattform Schwedeneck-See ersichtlich, die in der deutschen Ostsee fündig wurde. Ebenso wird die Verbindung zwischen der Festlandsbasis und den Offshore-Anlagen mit ihrem enormen logistischen Aufwand deutlich gemacht. Auch das Leben der Crew und die Gefahren auf den mächtigen Bohrinseln werden ersichtlich.

Die Sonderausstellung fügt sich ein in den Zyklus "Unsere wertvolle Erde", die im vergangenen Winter mit der Vortragsreihe "Mineralische Rohstoffe - Werte aus der Haut der Erde" begann. Sieben Vorträge zur Rohstoffversorgung allgemein und zu den Rohstoffen Kieselerde, Zeolith, Pegmatit, Basalt, Kaolin und Gips fanden breite Aufmerksamkeit. Die Sonderausstellung leitet nun über zu den Energierohstoffen, denen sich die Vortragsreihe im nächsten Winterhalbjahr widmen wird.

Die Sonderausstellung wurde vom Erdöl-Erdgas-Museum Twist im Emsland konzipiert und konnte dort mit freundlicher Unterstützung der Vereinigten Sparkassen Eschenbach Neustadt Vohenstrauß und dem Bohrunternehmen Baker Hughes INTEQ entliehen werden.

Von Freitag, den 10.06. bis Sonntag, den 06.11.2011 ist das "Abenteuer Bohrinsel - 100 Jahre Offshore" in der Umweltstation GEO-Zentrum an der KTB, Am Bohrturm 2, 92670 Windischeschenbach zu den normalen Öffnungszeiten (Mai bis Oktober von 10-18 Uhr, November bis April von 10-16 Uhr) zu sehen. Die Eröffnung findet statt am Freitag, den 10.06.2011 um 15:00 Uhr mit dem Vortrag "Abenteuer Bohrinsel erlebt - von 1964 bis 1996". Ein Begleitprogramm zur Ausstellung wird in der Tagespresse und auf www.geozentrum-ktb.de veröffentlicht.

Öffnungszeiten:

Eintritt:

Bis zum 06.11.2011 täglich; Juni-Oktober 10-18 Uhr, im November 10-16 Uhr

im Eintrittspreis des GEO-Zentrum an der KTB enthalten

 

 

Geologische Wanderung durch Nord- und Ostbayern

16. Juli bis 17. Oktober 2010
Eröffnung am 16. Juli 2010 um 15.00 Uhr
durch Dr. Roland Eichhorn,
Abteilungsleiter Geologie im Landesamt für Umwelt, Hof

 

Vernissage:

Öffnungszeiten:

Eintritt:

Freitag 16.07.2010, 15 Uhr

täglich von 10-18 Uhr

i
m Eintrittspreis des GEO-Zentrum an der KTB enthalten

 

 

Georg Jakob Best - ein Künstler im 20. Jahrhundert

09. November 2009 bis 10. Januar 2010
Eröffnung am 08. November 2009 um 15.00 Uhr


(c) Viola Schweinfurter
 
"Georg Jakob Best - ein Künstler im 20. Jahrhundert" hieß die Ausstellung, die im Foyer des GEO-Zentrum an der KTB vom 9. November 2009 bis 10. Januar 2010 zu sehen war.

In einem Nachruf auf Georg Jakob Best heißt es "ein Malerleben entlang des 20. Jahrhunderts". Damit ist die Lebensspanne des in Kaiserslautern geborenen Künstlers klar umrissen: Georg Jakob Best, 1903-2003. Sein Leben und Schaffen war die Periode der Umbrüche in der Malerei des 20. Jahrhunderts. Die Abwendung vom Gegenständlichen, die Hinwendung zum Abstrakten. Das Können des jungen Malers war schon so groß, dass er bereits mit 17 Jahren Meisterschüler an der Karlsruher Kunstakademie wurde. 1925 zog es Best nach Frankfurt am Main, wo er als freier Maler arbeitete und seine Fertigkeiten weiter ausbauen konnte. Internationale Anerkennung erlebte Best in den frühen 30er Jahren als seine Lithographie "Wasserfall" und die Radierung "Badende" in der Ausstellung "International Graphics" in Chicago gezeigt werden.

Zu dieser Zeit wird er Schüler Paul Klees an der Düsseldorfer Kunstakademie. Obwohl die Klasse Paul Klees dort nur 1 Jahr später aufgelöst wird, ist die Begegnung mit Paul Klee für das weitere Lebenswerk Georg Jakob Bests von prägender Bedeutung.
Die Nationalsozialisten stuften auch die Kunst Bests als "entartet" ein, er blieb jedoch seinem "roten Faden" treu. In einem Rückblick 1994 formulierte Georg Jakob Best selbst: "Alles künstlerisch vorhandene war mir zum Problem geworden, vor allem den Menschen als Aktfigur ewig und allein als Ausdruck menschlicher Gefühle zu benutzen. Dies war einer meiner Hauptanstöße für mein neues Wollen. Noch war viel Traditionsgemischtes nicht auszuschließen, ging doch der Kampf (bis heute) um die Negation der rein gegenständlichen, inhaltlichen Vorstellung, in Konfrontation zu einer rein formalistischen Bildgestaltung. An diesem roten Faden hatte ich seit den frühen 20er Jahren festgehalten, und so brauchte ich nach dem großen "Desastre" nicht zum Wendehals zu werden, um mich dem französischen Einfluss nach 1945 anheim zu geben."

Nach dem Krieg kommt es bereits 1947 wieder zu einer Ausstellung im bekannten Kunstkabinett Becker vom Rath in Frankfurt. Im Frankfurter Raum entfaltet er nach einem Intermezzo im Schwarzwald eine rege künstlerische Tätigkeit, aus der Wandbilder, Glasfenster, Glasbetonwände, Plastiken, Mosaiken und Fresken hervorgehen. Die meisten dieser Arbeiten sind immer noch in Schulen, Kirchen und an öffentlichen Gebäuden zu besichtigen, während seine übrigen Arbeiten kaum öffentlich zugänglich sind. Nach dem Tod des Künstlers am 28.10.2003 zeigte das Hans-Thoma-Museum in Bernau im Schwarzwald 2006 als erstes Haus die beweglichen Arbeiten Georg Jakob Bests. 2007 widmete ihm die Städtische Galerie Kulturhof Flachsgasse in Speyer eine eigene Ausstellung. In diesem Jahr ehrt das "Zentrum Paul Klee" in Bern Georg Jakob Best als einen besonderen Schüler des großen Meisters Paul Klee. In der Ausstellung "Paul Klee. Leben und Nachleben" (19.09.2009-24.05.2010) werden Werke von nur vier der zahlreichen Klee-Schüler gezeigt: Einer davon ist Georg Jakob Best.

Parallel zeigt die in der Oberpfalz lebende Tochter des Malers, Viola Schweinfurter einen Querschnitt durch das Werk ihres Vaters. Im GEO-Zentrum an der KTB in Windischeschenbach ist anhand von 46 Aquarellen, Ölgemälden, Radierungen, Lithographien und Goldschmiedearbeiten der "rote Faden" Georg Jakob Bests von expressiv realistischer Landschaftsdarstellung hin zu einer eigenständigen abstrahierten Figuration zu erfassen.

 

 
Die Ausstellung Sprechen mit Steinen wurde vom 19.11.2008 bis zum 07.01.2009 im Foyer des Ausstellungsgebäudes präsentiert.
  Das aufwändig ausgestattete Buch Sprechen mit Steinen (von Christian Sedell, Verlag E. Bodner, ISBN 978-3-937117-72-0) ist im GEO-Shop und im gut sortierten Buchhandel erhältlich.
 

Zur Ausstellungseröffnung am 19. November 2008 wurde vom Autor Christian Sedell sein Buch Sprechen mit Steinen mit einer Lesung vorgestellt. In zahlreichen Fotographien zeigt der Autor seine Sicht der Felsformationen im Steinwald und dem Waldnaabtal. Sind es bislang kaum beachtete Zeugnisse einer uralten Kultur, mitten in Europa? Sind es steinerne Kunstwerke - Megalithskulpturen und Menhire?. Ihre Mächtigkeit erstaunt und hebt sie auf ein ungeahnt bedeutendes Niveau. Christian Sedell verbindet die großen Steine in den abgelegenen Tälern und Wäldern der Oberpfälzer Landschaft mit den Dolmen und Menhiren, den weltberühmten steinzeitlichen Monumenten der Bretagne und er wirft die Frage auf, ob die europäische Menschheitsgeschichte um ein neues Kapitel erweitert werden muss.

Begleitet wurde die Ausstellung von zwei Vorträgen zu einzelnen Aspekten des durchaus kontrovers zu diskutierenden Themas. Herr Dr. Jürgen Kempf vom Geographischen Institut der Universität Würzburg erläuterte am 03. Dezember 2008 in seinem Vortrag "Das verwitterte Gesicht des Granits" die Verwitterungsformen von Granit im Allgemeinen. Er zeigte anhand von vielen Fotos aus feuchten und trockenen Landschaften der Erde den Formenschatz der Natur und deutete die natürlichen Prozesse an, die als Ursache der Formung des Granits gelten können. Zum Abschluss dieser Ausstellung referierte am 07. Januar 2009 Frau Dr. des. Silviane Scharl, Institut für prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin, über "Steine auf Wanderschaft - Transportwege von Silex in der Steinzeit". Sie gab einen Einblick in die Versorgung der steinzeitlichen Menschen mit dem "Stahl der Steinzeit" und erläuterte die Möglichkeiten, prähistorische Siedlungs- und Transportnetze aus der Verteilung von Silexfunden zu rekonstruieren.

 

 

 

Verwirklicht mit der Hilfe von
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